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Rückblick zum bwcon: Business Lunch am 09. November 2009

09.11.2009, 12:00 Uhr

„Die IT steht bei vielen Unternehmen vor einer notwendigen Transformation“

1959 gründeten Bill Hewlett und Dave Packard die erste HP- Produktionsstätte außerhalb der USA – und zwar in Böblingen. Zeit für einen Rückblick und eine Vorschau. Beim bwcon: Business Lunch am 09. November 2009 berichtete Conny Schneider, Director Operations, Strategy and Planning for Enterprise Business Germany bei der Hewlett-Packard GmbH, was das Unternehmen bewegt. Bei HP erzählt man sich, die Entscheidung für den Standort Böblingen sei damals gefallen, da den beiden amerikanischen Geschäftsführern der schwäbische Fleiß und Erfindungsreichtum besonders zugesagt habe. In einer ehemaligen Strickwarenfabrik begann daraufhin die Produktion von Sinusgeneratoren und analogen Voltmetern, am Anfang mit gerade mal zwei Mitarbeitern. Heute beschäftigt HP in Deutschland 11.500 Mitarbeiter – und blickt auf eine fünfzigjährige wechselvolle Geschichte zurück, die spannend bleibt. Nach der Unternehmensteilung mit der Ausgliederung der Meßtechnik in Agilent Technologies im Jahr 1999 hat sich HP in den vergangenen 10 Jahren konsequent auf Informationstechnologie und IT-Dienstleistungen ausgerichtet und ist heute das weltweit grösste IT-Unternehmen. Das IT-Dienstleistungsportfolio wurde zuletzt durch die Akquisition und die zum 1. November abgeschlossene Integration von EDS (Electronic Data Systems) erheblich erweitert.

Unternehmen nutzen die Krise für eine IT-Transformation

Gerade in Krisenzeiten entdecken viele Unternehmen, welche Wertbeiträge ihnen ihre IT liefern kann. So hat eine Untersuchung im Frühjahr ergeben, dass 38 Prozent der Unternehmen die Krise für eine Transformation ihrer IT nutzen, um anschliessend wettbewerbsfähiger aufgestellt zu sein. „Denn eine an den Unternehmenszielen ausgerichtete und entsprechend anpassungsfähige IT ist ein differenzierender Wettbewerbsfaktor“, sagt Conny Schneider. Das betrifft auch die IT-Kosten. Vielerorts würden 65 Prozent der Kosten für den laufenden Betrieb, 25 Prozent für Upgrades und Migrationen und lediglich zehn Prozent für Innovationen ausgegeben werden, so Conny Schneider. Hier gibt es ein grosses Veränderungspotenzial. Randy Mott, CIO von HP, hat die Transformation der IT im eigenen Unternehmen in enger Abstimmung mit den Geschäftsbereichen in den vergangenen vier Jahren umgesetzt. Am Anfang stand dabei die Inventarisierung der Applikationen, die von 6.000 auf 1.500 reduziert wurden. Die über 85 Rechenzentren weltweit wurden in drei Rechenzentren konsolidiert. Allein bei den Energiekosten bedeutete das eine Einsparung von 60 Prozent. HP hat nicht nur seine IT-Kosten insgesamt halbiert, sondern ist nunmehr in der Lage, 80 Prozent der IT-Ausgaben für Innovationen einzusetzen. „Heute können wir unsere Erfahrungen und Kompetenzen aus dieser Transformation anderen Unternehmen anbieten“, sagt Conny Schneider und weist darauf hin, das eine solche Transformation nur erfolgreich sein kann, wenn sie von der Geschäftsführung gewollt und konsequent unterstützt wird.

Ein effizienter „Sourcing Mix“ sorgt für mehr Flexibilität
Da die Unternehmens-IT heute praktisch alle Geschäftsprozesse steuert, kommt der engen Zusammenarbeit zwischen den Verantwortlichen in den Geschäftsbereichen und dem CIO eine besondere Bedeutung zu. Die Businesses fordern einen sicheren, kostengünstigen und anpassungsfähigen Support ihrer Geschäftsprozesse. Dieser kann heute bestens bereitgestellt werden über den richtigen „Sourcing-Mix“. Hier möchte HP eine Vorreiterrolle spielen. „Mit unserem umfassenden Portfolio aus Technologie und IT-Services und unserem Partnernetzwerk können wir gerade auch mittelständische Unternehmen dabei unterstützen, IT zur Stärkung ihrer Wettbewerbsfähigkeit einzusetzen“, so Conny Schneider. Die „Fertigungstiefe der IT“ in den Unternehmen könne man über die Auslagerung von Standardprozessen und den bedarfsgerechten Bezug von IT-Services erreichen. „Das spart Kosten, schafft Flexibilität und erhöht die Effizienz. Die Unternehmen können sich auf das konzentrieren, was wirklich wichtig ist“, sagt Conny Schneider.

Text: Gitta Rohling


 

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