bwcon: Meldungen

15 Jahre alt und voller Tatendrang

16.05.2012, 09:37 Uhr

Lebendiger Gründergeist und entschlossenes Engagement für den Technologiestandort Baden-Württemberg prägten die Stimmung beim Business-Lunch zum Jubiläum des Innovationsnetzwerks bwcon

Beim Business-Lunch zum 15-jährigen Jubiläum von bwcon am 7. Mai 2012 haben sich Gründer, langjährige Weggefährten und junge Mitglieder von Baden-Württembergs stärkstem Innovationsnetzwerk im Mövenpick Hotel am Stuttgarter Flughafen versammelt. Sie ließen manchen Meilenstein Revue passieren, aber richteten ihren Blick vor allem nach vorn. Die rund 100 Teilnehmer zeigten sich entschlossen, aktuelle Herausforderungen anzugehen, die entscheidend sind für die künftige Wettbewerbsfähigkeit des Technologiestandorts Baden-Württemberg.

Gründervater Jörg Menno Harms freute sich zum 15. Geburtstag von bwcon viele bekannte Gesichter wiederzusehen. Er beglückwünschte die Mitwirkenden der Initiative wie auch das Land Baden-Württemberg zur erfolgreichen Arbeit von bwcon. Harms bedankte sich für den persönlichen, ehrenamtlichen Einsatz der Mitglieder sowie für die professionelle und inspirierende Geschäftsführung durch Klaus Haasis und sein Team von derbwcon Geschäftsstelle. Alf Henryk Wulf, der 2007 den Vorstandsvorsitz von Harms übernommen hatte, betonte: Das gute Public-Private-Partnership mit der MFG, die seit der Gründung die bwcon-Geschäftsstelle führt, war und ist eine wichtige Grundlage für die positive Entwicklung des Netzwerks.

Förderung innovativer Gründer als Investition in die Zukunft des Technologiestandorts

Jörg Menno Harms dankte insbesondere den langjährigen Sponsoren und Juroren des CyberOne für ihr großes Engagement. „Durch den Gründerwettbewerb CyberOne konnten wir in den vergangenen Jahren mehr als 500 Arbeitsplätze in Baden-Württemberg stimulieren und mehr als 200 Mio. Euro Venture-Capital mobilisieren“, berichtete der Ehrenvorsitzende.

„Es ist toll, wie bwcon Jungunternehmen unterstützt. Das ist gerade für das Hochtechnologie-Land Baden-Württemberg wichtig“, findet Investor Andreas Kochhäuser, Inhaber von EiKaM und langjähriges Geschäftsleitungsmitglied der Venture-Capital-Gesellschaft 3i Deutschland, die den CyberOne in den Anfangsjahren mehrmals gesponsert hat. „Wir dürfen uns nicht im Erfolg sonnen, sondern müssen immer wieder die Chancen junger Unternehmen nutzen, damit die Region auch in Zukunft zu den wirtschaftlichen Gewinnern gehört“, so Kochhäuser. Derweil denkt seine Tischnachbarin, Martina Schaaf von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ebner Stolz Mönning Bachem, darüber nach, ob ihr Unternehmen, das sich sehr für junge, innovative Firmen interessiert, in Zukunft als Sponsor aktiv werden sollte.

Die Preisverleihung des CyberOne, zu der bwcon am 12. Juni 2012 einlädt, ist das jährliche Highlight im bwcon-Kalender. Der Hightech-Gründerpreis fungiert als weithin sichtbare Spitze der Netzwerkarbeit, mit der bwcon die Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) fördert und in Anwenderbranchen voranbringt.

Die Entschlossenheit, diese Entwicklung gemeinsam weiter voranzutreiben, war beim Business-Lunch deutlich zu spüren, sei es im Rahmen von Veranstaltungen, durch die Gründungs- und Expansionsberatung oder in einer der Special Interest Groups (SIG). „Wir sind als Internetagentur daran interessiert, uns stärker zu vernetzen und wo möglich auch Themen beizusteuern“, sagte etwa Tim Schommer, Geschäftsführer der Schommer Media GmbH, erst seit einigen Monaten Mitglied bei bwcon. Bei seinem ersten Business-Lunch hat Schommer gleich mehrere spannende Gespräche geführt. Dass sich die Beteiligung lohnt, belegen die heute über 480 Unternehmen und Forschungseinrichtungen, die sich vollkommen freiwillig engagieren, so z.B. Veit Mathauer, der mit seiner PR-Agentur Sympra im Jahr 1999 als 101. Mitglied bwcon beitrat. „Wir haben hier eine ganze Reihe von sehr interessanten Kontakten geknüpft, Veranstaltungen besucht wie auch selber initiiert, unheimlich viel gelernt und neue Trends aufgespürt“, so Mathauer.

Künftige Effizienzgewinne durch die Kooperation mit anderen Netzwerken

In den Reden von Alf Henryk Wulf und Jörg Menno Harms wurde indessen auch deutlich, dass die Initiative nicht nur interne Kooperationen als Aufgabe begreift. Harms mahnte, die vorhandene Vielgliedrigkeit von „für die lokale Domäne gut gemeinten“ Cluster- und Netzwerkaktivitäten im Land könne zu „strategischen Nachteilen gegenüber anderen Regionen Deutschlands und Europas führen“, denn hierdurch komme es zu Dopplungen und extremen Überlappungen, was abgesehen vom verschwenderischen Einsatz von Zeit und Geld „für einen zukunftsfähigen Wirtschaftsstandort sicher nicht zielführend“ sei.

So ist es nur folgerichtig, dass bwcon seine Bemühungen verstärkt, mit anderen Technologienetzwerken zusammenzuarbeiten. „Mit der jüngsten Neuausrichtung im Herbst 2011 haben wir uns nach der Kreativwirtschaft und dem Healthcare-Bereich für zwei weitere Anwenderbranchen geöffnet: Energie und Mobile Anwendungen“, berichtete Wulf. Für letztgenanntes Arbeitsfeld konnte bwcon mit dem Netzwerk für Satellitennavigation SatNav MIT BW einen starken Partner gewinnen und als eigenständige Sparte integrieren. Auch mit dem Medien Forum Freiburg (mff) werden bereits Gespräche über eine noch engere Kooperation geführt. Wegweisend für die netzwerkübergreifende Zusammenarbeit ist zudem das zum 1. Mai bewilligte Projekt „Exinet“. Wulf dazu beim Business-Lunch: „Unter Führung von bwcon und Einbindung aller Innovationsagenturen des Landes sowie einer ganzen Reihe weiterer Partner, wird hier die gesamte Vorgründungsberatung im Bereich Hightech & IKT im Land koordiniert. Es freut uns ganz besonders, dass bwcon vom Ministerium für Finanzen und Wirtschaft für diese strategisch ganz wichtige Aufgabe das Vertrauen erhalten hat.“

In der von Klaus Haasis moderierten Abschlussrunde zeigte sich Wulf auch vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Veränderungen und labilen Finanzmärkte in Europa zuversichtlich: „Damals, nach dem Platzen der Internet-Blase und dem 11. September 2001, wussten wir nicht, was passieren würde. Natürlich hat es Insolvenzen und auch einige Austritte gegeben. Aber trotzdem wurde das Netzwerk in dieser Zeit deutlich stärker“. Die Mitglieder hätten sich gerade in dieser Phase noch mehr miteinander vernetzt, um Möglichkeiten des Fortkommens zu diskutieren. „Ich bin zuversichtlich“, so Wulf, „dass uns das auch in Zukunft gelingt“.

Bilder von der Veranstaltung finden Sie auf facebook und hier. 


 

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