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Optimierte Verbindungstechnik macht Hochleistungsrechner noch schneller
11.05.2012, 13:57 UhrIn unserer Serie stellen wir die diesjährigen CyberOne Finalisten und ihre Geschäftsideen vor. Heute: Die EXTOLL GmbH
Computer werden zu Clustern zusammengefasst, um die Rechenkapazität oder Verfügbarkeit zu erhöhen. Dabei kommt es nicht nur auf eine möglichst hohe Leistung der einzelnen Rechner an, sondern auch auf eine schnelle Kommunikation untereinander. Die EXTOLL GmbH konnte durch eine neuartige Verbindungstechnik die Performance solcher Cluster signifikant steigern.
Wettervorhersage, Crash Tests, Strömungssimulation im Flugzeugbau, Finanzanalytik – wenn es um die Berechnung und Modellierung komplexer Systeme oder um die Verarbeitung riesiger Datenmengen geht, kommen Hochleistungsrechner (High Performance Computing: HPC) zum Einsatz. Die extrem hohe Leistung ist dabei vor allem der parallelen Verarbeitung von Rechenaufgaben geschuldet.
HPC-Systeme bestehen deshalb immer aus einer Vielzahl von Rechnerknoten, die ein Cluster bilden und im Verbund rechenintensive Aufgaben lösen. Damit die Gesamtleistung stimmt, muss auch die Kommunikation zwischen den einzelnen Knoten entsprechend leistungsfähig sein. Die EXTOLL GmbH hat nun eine Technologie entwickelt, mit der Nachrichten zwischen einer Vielzahl von Knoten innerhalb eines Rechenclusters besonders effizient übertragen werden. Sie ist der bisher verwendeten Verbindungstechnik deutlich überlegen.
Die Leistung bei der Übertragung der Nachrichten steigt um das Zwei- bis Zweieinhalbfache. Entsprechend steigt auch die Gesamtleistung des Rechenclusters. Darüber hinaus kommt die EXTOLL-Technologie ganz ohne zentrale Netzwerkkomponenten – sogenannte Switches – aus. Die Cluster lassen sich dadurch sehr viel einfacher und kostengünstiger erweitern als bisher. So kann ein HPC-Netzwerk durch einfaches Einstecken weiterer Knoten ausgebaut werden, ohne dass dafür zentrale Komponenten oder die Verkabelung ersetzt werden müssen.
Überlegene Performance, einfache Skalierbarkeit und ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis – diese drei Merkmale zeichnen die EXTOLL-Architektur vor dem Wettbewerb aus. Nicht von ungefähr kann sich das Start-up aus Heidelberg schon heute über zahlreiche Kaufzusagen von namhaften Kunden freuen.
(Text: Michaela Kürschner)
Drei Fragen an …
… Dr. Ulrich Krackhardt, Geschäftsführender Gesellschafter der EXTOLL GmbH
Was hat Sie zu einer Teilnahme am CyberOne 2012 bewogen?
Die hohe Reputation des Wettbewerbs wollten wir für unsere Gespräche mit Investoren nutzen.
Was hat Ihnen die Teilnahme bislang gebracht?
Allein die Tatsache, in die Endrunde gekommen zu sein, ist ein Türöffner bei institutionellen Investoren. Allgemein hat sich die Sichtbarkeit unserer Unternehmung bei Investoren erhöht.
Wo sehen Sie die EXTOLL GmbH in fünf Jahren?
Die EXTOLL GmbH wird dank der bereits heute sich abzeichnenden Kooperationen mit namhaften und weltweit agierenden Multiplikatoren den Technologievorsprung ummünzen können in eine Markführerschaft für das mittlere und obere Leistungssegment im HPC.
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