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Drehbuch für angehende Unternehmer

15.10.2008, 10:30 Uhr

Von der Erstellung eines Businessplans über die Mitarbeiterauswahl bis hin zur richtigen Vertriebsstrategie: Die Auftaktveranstaltung für den CyberOne 2009 am 9. Oktober 2008 bot eine Fülle an Informationen und Erfahrungen zur Unternehmensgründung und -entwicklung.

Mit einem klaren Fokus: Innovation ist gefragt.
30 potenzielle Gründer beziehungsweise angehende Unternehmer waren zusammengekommen, um sich über die Teilnahmebedingungen und Bewertungskriterien für den CyberOne 2009 zu informieren.

Der CyberOne ist einer der wichtigsten Technologiepreise der Wirtschaft in Deutschland, der seit 1998 von der Wirtschaftsinitiative Baden-Württemberg: Connected (bwcon) ausgeschrieben wird. Gesucht werden auch dieses Jahr innovative Geschäftskonzepte aus allen Hightech-Branchen. Teilnahmeberechtigt sind sowohl Start-ups als auch junge Wachstumsunternehmen. Mit dieser elften Ausschreibungsrunde sind einige Änderungen im Konzept verbunden. Erstens wird der Wettbewerb erstmalig bundesweit ausgeschrieben. Zweitens gelten für etablierte Unternehmen leichtere Teilnahmebedingungen.

Der Businessplan ist die Voraussetzung für die Teilnahme am Wettbewerb und sollte am Anfang jeder Unternehmensgründung stehen. „Hier steht alles drin, was Sie machen wollen“, beschrieb Mattias Götz, Leiter des Investmentteams IT bei der LBBW Venture Capital GmbH. Er erläuterte Struktur und Inhalt eines Businessplans und die Entscheidungsprozesse von VC-Investoren. Er sei das zentrale Instrument für die Entwicklung eines jungen Unternehmens, hob Mattias Götz hervor – vergleichbar mit dem Drehbuch für den Regisseur und seine Crew. Dennoch arbeiteten seiner Erfahrung nach die meisten Unternehmen ohne klare Vision und Ziele. Wer aber aus der Masse des Marktes hervortreten wolle, müsse sich gezielt positionieren.

Diese Erfahrung hat auch Rolf Heiler gemacht, Gründer und Vorstand der Heiler Software AG. Im Jahr 1999 war er einer der ersten CyberOne-Preisträger. Seitdem hat sich sein Unternehmen zu einem international erfolgreichen Anbieter von Lösungen für das Product Information Management entwickelt. Rolf Heiler plauderte aus dem Nähkästchen, gab einen Einblick in den Alltag eines Unternehmers sowie wertvolle Tipps und scheute sich nicht, aufzuzeigen, was schief gehen kann. Beispielsweise habe er als junger Unternehmer sich nicht eindeutig genug fokussiert. „Anfangs waren wir so gut, dass wir alles konnten“, schmunzelte er. Das aber lenke ab. Deswegen sei eine gute Strategie eine einfache Strategie. Rolf Heiler erklärte, wie sich die Rolle des Gründers mit der Unternehmensentwicklung wandelt, und worauf junge Unternehmen bei ihren Marketing-, Vertriebs- und Finanzierungsstrategien achten sollten. Als Faktoren für eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung nannte er: ein klares und einfaches Konzept, Disziplin bei der Umsetzung, Investition in Professionals, eine offene Kommunikation sowie eine positive Aggressivität im Vertrieb. Der wichtigste Faktor sei auf jeden Fall die Innovation.

Quelle: Gitta Rohling, Auftrag Wort


 

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