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Mit intelligenten Technologien die Welt verbessern
19.03.2012, 15:47 UhrBusiness Lunch am 13. März 2012 mit Martina Koederitz
Digitaler, vernetzter und intelligenter – so wird die Welt von morgen aussehen. Beim bwcon: Business Lunch schwor Martina Koederitz, Vorsitzende der Geschäftsführung der IBM Deutschland GmbH, die Zuhörer auf die Zukunft eines smarten Planeten ein.
Aktuell entwickeln Forscher von IBM eine Lithium-Luft-Batterie, die die Reichweite eines Elektroautos auf 800 Kilometer erhöhen soll. Das entspricht der fünffachen Reichweite der gegenwärtig mit einer Batterieladung möglichen Fahrleistung von rund 150 Kilometern und würde batteriebetriebene Autos alltagstauglich machen. Denn für 64 Prozent der Verbraucher – dies ergab eine von IBM durchgeführte Studie – ist die mangelnde Reichweite das stärkste Argument gegen den Einsatz von Elektrofahrzeugen.
Dieses Beispiel war nur eine von vielen zukunftsweisenden Technologien, die Martina Koederitz bei ihrem Vortrag beim bwcon: Business Lunch nannte. „Wie stellen wir uns das Leben auf einem smarten Planeten konkret vor?“ war ihre einleitende Frage und der rote Faden durch ihren Vortrag. Dass die Welt immer „smarter“ wird, ist ein Leitspruch von IBM. Der Technologiekonzern versteht darunter, dass drei Faktoren unsere Art zu arbeiten und zu leben verändern. Erstens: Die Welt wird immer digitaler. Beispielsweise existieren heute pro Kopf mehr als eine Milliarde Transistoren; Sensoren sind in Autos, Haushaltsgeräten, Kameras, Straßen usw. allgegenwärtig. Zweitens: Die Welt wird immer vernetzter. Zwei Milliarden Menschen sind heute im Internet. Zunehmend kommunizieren Systeme und Gegenstände miteinander, womit das Internet der Dinge Realität ist – also die Verknüpfung physischer Objekte mit einer virtuellen Repräsentation im Internet. Drittens: Die Welt wird immer intelligenter. Ein Beweis dafür ist, dass pro Tag 20 Trillionen Byte Daten entwickelt werden.
Informationsflut in Wissen verwandeln
„Damit befinden wir uns an einem Tipping Point, also an einer Schwelle, an der eine Entwicklung stark beschleunigt wird“, so Martina Koederitz. Zugleich ist mit den Herausforderungen der Zukunft – unter anderem bezüglich Gesundheit, Energieversorgung und Mobilität – ein Leidensdruck vorhanden, so dass sich etwas gravierend ändern müsse. Zudem erschreckt diese rasante Beschleunigung viele Menschen, da die Komplexität sie überfordert. Sie zu reduzieren, sei zwar nicht möglich; die Aufgabe von Unternehmen wie IBM sei es vielmehr, die Komplexität zu simplifizieren, sagte Martina Koederitz. „Wenn es gelingt, die Informationsflut in Wissen zu verwandeln, dann ist der Rohstoff für Innovationsfähigkeit gegeben“, so die IBM-Geschäftsführerin weiter. Die Herausforderung liege darin, die Informationen zu durchforsten, zu vergleichen und bewertbar zu machen. Es gelte also, die Daten mit leistungsstarken Backend-Systemen zu verbinden und mit Hilfe von Analysemethoden zu aussagekräftigem Wissen zu verdichten.
IT als Leitindustrie durchdringt die Welt
Beispiel Rio de Janeiro: Stürme und Regenfluten richten hier immer wieder erhebliche Schäden an. Deswegen rief der Bürgermeister Eduardo da Costa Paes ein ‚Operation City Center’ ins Leben. Hier werden Informationen aus den Systemen verschiedener städtischer Verwaltungsbezirke und öffentlicher Dienstleister wie Polizei und Feuerwehr mit einem ausgeklügelten Wetterprognosesystem von IBM vernetzt. Damit lassen sich Naturereignisse wie Stürme oder Regenfluten 48 Stunden im Voraus präzise anzeigen. Ein weiteres Beispiel ist das Computersystem namens Watson von IBM. Watson kann die menschliche Sprache verstehen, im Kontext analysieren, diese Informationen schnell verarbeiten und präzise Antworten geben. Bei der US-amerikanischen Quizshow Jeopardy bewies Watson seine Intelligenz. Er verstand Wortspiele, versteckte Bedeutungen und selbst Ironie und gewann souverän den Wettkampf Mensch-Maschine. Der Einsatz bei Jeopardy war natürlich ein Test und nicht der Zweck des Computersystems. „Wir stellen uns beispielsweise vor, eine Art Watson als intelligenten Arzt im Gesundheitswesen einzusetzen“, so Martina Koederitz. Ob Gesundheit, Energieversorgung oder Mobilität: Die IBM-Geschäftsführerin rief die Teilnehmer des Business Lunches dazu auf, mit intelligenten Systeme die Welt zum Besseren zu verändern.
(Text: Gitta Rohling)
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