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Das Potenzial der Stoßwellen für die Zahnheilkunde entdeckt
16.05.2012, 09:23 UhrIn unserer Serie stellen wir die diesjährigen CyberOne Finalisten und ihre Geschäftsideen vor. Heute: Die Nonvasiv Medical GmbH
Stoßwellen sind Schallimpulse von hoher Intensität und kurzer Dauer. Sie werden seit Langem erfolgreich in der Urologie und in der Orthopädie eingesetzt. Das Team der Nonvasiv Medical GmbH wird die Technologie nun für die Behandlung von Parodontitis und Periimplantitis, den fortgeschrittenen Stadien der bekannten Parodontose, implementieren.
Parodontitis ist eine Volkskrankheit. 12 Millionen Deutsche sind davon betroffen. Die Parodontitis ist eine bakterielle Entzündung des Zahnhalteapparats. Aufgrund von Zahnbelag entzündet sich das Zahnfleisch und der Kieferknochen bildet sich zurück. Unbehandelt führt sie auf Dauer fast immer zu Zahnverlust.
Bislang gibt es keine nicht-invasive Therapie, die den Kieferknochen zuverlässig wieder aufbaut. Um der Parodontitis entgegenzuwirken, kann der Zahnarzt lediglich versuchen, die Entzündung und ihre Ursachen durch verschiedene reinigende und entkeimende Maßnahmen zu beseitigen. Doch selbst wenn dies gelingt – der geschädigte Knochen lässt sich auf diese Weise nicht erneuern. Nur ein operativer Eingriff in Verbindung mit Knochen aufbauenden Ersatzmaterialien kann den Knochenschwund beheben.
Die Nonvasiv Medical GmbH entwickelt ein neuartiges Therapiegerät, mit dem sich dieser schleichende degenerative Prozess umkehren lässt. Sie setzt dabei auf die geweberegenerierenden und antibakteriellen Effekte der Stoßwellentherapie. Dadurch wird nicht nur die Entzündung gehemmt, sondern auch der Wiederaufbau des Kieferknochens angeregt. Der Zahn sitzt wenige Wochen später wieder fest, ohne dass eine Operation notwendig ist.
Das Gerät „DensanaPro“ wird ambulant eingesetzt. Drei Behandlungen sind für die Therapie in der Regel ausreichend. Der Vorteil gegenüber herkömmlichen Ansätzen: Die Methode ist effektiver als die einfache Behandlung mit Spülflüssigkeiten und Medikamenten, schneller und sicherer in der Anwendung sowie bei den Heilungserfolgen am Knochen und sie spart Kosten, weil sie teure und risikobehaftete Operationen entbehrlich macht.
(Text Michaela Kürschner)
Drei Fragen an …
… Christian Dorfmüller, Geschäftsführer der Nonvasiv Medical GmbH
Was hat Sie zu einer Teilnahme am CyberOne 2012 bewogen?
Der CyberOne hat uns die Möglichkeit gegeben, unseren Businessplan mit vertretbarem Aufwand von einer unabhängigen Jury prüfen und bewerten zu lassen. Die Meinung der hochkarätigen Jury gibt uns die Gelegenheit, unsere Ansätze nochmals zu überprüfen und gegebenenfalls noch weiter zu verbessern.
Was hat Ihnen die Teilnahme bislang gebracht?
Für uns ist es ein wichtiger Schritt, bis ins Finale der Bewertung gekommen zu sein. Wir konnten uns als Team präsentieren und alle Beteiligten konnten die Atmosphäre und den Ablauf einer Bewertungsrunde kennen lernen.
Wo sehen Sie die Nonvasiv Medical GmbH in fünf Jahren?
Durch das regenerative Potenzial unserer Stoßwellentherapie werden wir in verschiedenen Bereichen der Medizin ein starker und innovativer Partner für medizinische Therapien sein. Dabei stehen insbesondere kurative Therapieansätze im Vordergrund, welche sowohl auf zellulärer als auch auf makroskopischer Ebene die körpereigenen Heilungskräfte stimulieren. Unter Ausnutzung physikalischer Einflüsse auf die biochemischen Reaktionen des Körpers wird das notwendige Umfeld zur Heilung unterschiedlicher Gewebestrukturen geschaffen. Unsere Therapiegeräte werden mit starken Partnern global vermarktet und die notwendigen wissenschaftlichen Belege wurden mit Medizinern verschiedenster Fakultäten erarbeitet und publiziert. Durch eine enge Kooperation mit führenden Universitäten weltweit wurden neue Therapiegebiete erschlossen und die passenden Geräte erfolgreich in die Märkte eingeführt. Dadurch wird die Nonvasiv Medical GmbH ein hochinteressanter Übernahmepartner.
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