bwcon: Meldungen

Gute Ideen, gut finanziert

09.02.2009, 12:00 Uhr

Der High-Tech Gründerfonds investiert Risikokapital in junge, chancenreiche Technologieunternehmen. Die Entscheidungsprozesse stellte Nicolas Kirschner beim bwcon: VC-Stammtisch am 09. Februar im Stuttgarter Haus der Wirtschaft vor.

„Pro Jahr werden 500 bis 600 Ideen bei uns eingereicht, zirka zehn Prozent davon werden dann auch finanziert“, so Nicoals Kirschner. Der High-Tech Gründerfonds investiert zu Standardkonditionen typischerweise 500.000 Euro und beteiligt sich damit zu 15 Prozent an einem Unternehmen. Maximal investiert der High-Tech Gründerfonds eine Million Euro in ein Unternehmen. Vom Gründerteam wird erwartet, dass es sich mit eigenen Mitteln von üblicherweise 100.000 Euro beteiligt, weiteren Sicherheiten sind nicht notwendig. Bis zu einer Höhe von 200.000 Euro können so genannte Side-Investoren wie Business Angels oder Seed-Fonds gemeinsam mit dem High-Tech Gründerfonds investieren.

Riskant, arbeitsreich und spannend
Nach dieser Vorstellung gab Nicolas Kirschner den Teilnehmern Tipps für die Bewerbung. Private Investoren interessieren sich für innovative und skalierbare Technologien für wachsende Märkte beziehungsweise Märkte, die gerade erst entstehen, so Nicolas Kirschner. Wichtig seien unternehmerisch denkende Leute, die die Sicherheit einer Festanstellung gegen das Unternehmertum eintauschen wollen, das riskant und arbeitsreich, aber auch spannend sei. Die potenziellen VC-Nehmer sollten sich außerdem darüber bewusst sein, dass sie das eigene Unternehmen eventuell nach fünf Jahren im Sinne des Investors verkaufen sollten. Umsatz- und Gewinneinschätzungen könnten ruhig ambitioniert, sollten aber realistisch sein. „Wer nach zwei Jahren einen Gewinn von fünf Millionen prognostiziert, der hat viel zu hoch gegriffen“, so Nicolas Kirschner. Nicht aus dem Elfenbeinturm heraus zu planen, sondern frühzeitig mit potenziellen Kunden zu sprechen, sei ebenfalls elementar wichtig für ein Start-up-Unternehmen.

Erfolg oder Nichterfolg – Das ist hier die Frage
Wer nach diversen Gesprächen und Analysen schließlich vor dem Investitionskomitee seine Idee präsentieren darf, der hat es fast geschafft. Denn die Zusagequote im Komitee ist sehr hoch.

Text: Gitta Rohling, Auftrag Wort


 

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